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Baumeister und Künstler

Die Kirche zu Rohr ist ein Werk von Egid Quirin Asam (1692-1750). Er ist der Architekt, der Stukkator, der Gestalter der Altaraufbauten und der Schöpfer der plastischen Darstellung von Mariä Himmelfahrt (1717/23). E. Q. Asam ist durch den zeitgenössischen Klosterchronisten Antonius Bonzano als Architekt der Kirche gesichert; Bonzano spricht bei der Grundsteinlegung (1717) von dem “Edlen undt Kunstreichen Herrn Aegidii Asam, der das gebäu fuehrte”. Die Rohrer Kirche ist sein erstes architektonisches Werk von Rang.
1.Bild: Mariä Himmelfahrt, Plastik im Chorraum


Cosmas Damian Asam (1686-1739) schuf das Altarbild im nördlichen Querschiff (1722) und das des Altares an der Kanzel. Aus seiner Werkstatt stammen vielleicht die Gemälde des Johannes-Nepomuk- und des Appolonia-Altares und das Stifterbild im Presbyterium.

Das Werk der Brüder Asam, deren Schaffen von Einsiedeln in der Schweiz und Mannheim durch ganz Süddeutschland und Böhmen bis nach Wahlstatt in Schlesien reicht, wurde für die Benediktiner aus Braunau gleichsam zu einem Bindeglied gleichsam zu einem Bindeglied zwischen ihrer alten und neuen Heimat: Cosmas Damian Asam hatte den Festsaal des Klosters St. Margareth zu Prag- Brevnov und die Probsteikirche in Wahlstatt mit Fresken geziert.
2.Bild: Johannes-Nepomuk-Altar

Ausführender Baumeister war der aus Wessobrunn stammende Maurermeister und Stukkator Joseph Baader, Sohn des Maurermeisters Erasmus Baader; er heiratete 1695 M. Ursula Änderl in Rohr, wo er viele Aufträge bekam (gest. 1721). Auch sein Sohn Martin Baader (geb. 1704) wirkte als “architectus huius loci” in reicher Tätigkeit. Er führte u.a. 1749 bis zu seinem Tod 1755 das neue Stiftsgebäude aus. Arbeitete Egid Quirin Asam hier mit einem Wessobrunner zusammen, so wählte sein Bruder Cosmas Damian einen Wessobrunner Stukkator als Begleiter zu seinen Aufträgen in Böhmen.

Johann Claudi war ein maßgeblicher Mitarbeiter Egid Quirin Asams an den Stuckfiguren des Hochaltares. Vielleicht war der Bildhauer Adam Claudi in Linz an der Donau (1677 genannt) ein Verwandter.

Johann Jakob Ple(ä)zger aus Landshut schuf das Altarbild im südlichen Querschiff (1721) und das des Rosenkranzaltares (1722).

Joh. Konrad Brandenstein aus Stadtamhof schließlich gestaltete 1725 das Orgelwerk, das 1958 von Guido Nenninger erneuert wurde.

3.Bild: Die große Barockorgel

Letzte Änderung amFreitag, 27 Februar 2015 23:28
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